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Resultaten voor 'guy de maupassant'
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Guy de Maupassant: Gesammelte Romane
Guy de Maupassant: Gesammelte Romane vereint die großen erzählerischen Entwürfe eines Autors, der die französische Prosa des 19. Jahrhunderts mit analytischer Schärfe und stilistischer Ökonomie prägte. In Werken wie Ein Leben, Bel-Ami, Mont-Oriol und Pierre und Jean entfaltet Maupassant ein Panorama von Provinz, Paris, Bürgertum, Begehren, sozialem Aufstieg und moralischer Desillusionierung. Sein Realismus, vom Naturalismus berührt, bleibt nie bloße Milieustudie: Er verbindet präzise Beobachtung, psychologische Kälte, Ironie und eine meisterhafte Kunst der erzählerischen Verdichtung. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, wurde entscheidend von Gustave Flaubert geschult, dessen strenge Auffassung von Form und Genauigkeit in seinem Werk nachhallt. Erfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg, journalistische Arbeit in Paris und die intime Kenntnis gesellschaftlicher Maskenspiele lieferten ihm Stoff und Perspektive. Seine zunehmende Krankheit und existenzielle Unruhe vertieften jenen skeptischen Blick auf Liebe, Ehrgeiz, Körper und Tod, der seine Romane durchzieht. Diese Sammlung empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den europäischen Realismus in seiner elegantesten und zugleich schonungslosesten Gestalt kennenlernen möchten. Sie bietet nicht nur literarischen Genuss, sondern auch ein historisch präzises Instrumentarium zur Lektüre moderner Gesellschaften, ihrer Verführungen und Selbsttäuschungen.
€ 45,90 -
Marroca & Allouma (Zwei klassische erotische Erählungen)
In "Marroca" und "Allouma" bündelt Guy de Maupassant zwei Erzählungen, in denen erotische Faszination, koloniale Wahrnehmung und psychologische Nüchternheit ineinandergreifen. Beide Texte führen in nordafrikanisch geprägte Schauplätze, wo Begehren weniger romantisch verklärt als mit analytischer Kälte, sinnlicher Präzision und moralischer Ambivalenz dargestellt wird. Maupassants realistischer Stil verbindet knappe Beobachtung, ironische Distanz und eine für das 19. Jahrhundert charakteristische Exotik, die heute zugleich literarisch reizvoll und kritisch lesbar ist. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und von Gustave Flaubert entscheidend geprägt, gilt als Meister der modernen Novelle. Seine Erfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg, seine Tätigkeit als Journalist sowie seine Reisen nach Nordafrika schärften seinen Blick für soziale Masken, körperliche Begierden und Machtverhältnisse. Gerade in diesen Erzählungen zeigt sich ein Autor, der das Zusammenspiel von Sexualität, Besitzdenken und kultureller Fremdzuschreibung präzise registriert. Empfohlen sei dieser Band Lesern, die klassische erotische Literatur nicht als bloße Unterhaltung, sondern als historisches Dokument literarischer Wahrnehmung verstehen möchten. "Marroca & Allouma" bietet konzentrierte Prosa von hoher stilistischer Ökonomie und eröffnet zugleich einen reflektierten Zugang zu Maupassants dunkler, scharfsinniger Anthropologie des Begehrens.
€ 7,70 -
Der Liebling
Guy de Maupassants "Der Liebling" ("Bel-Ami", 1885) ist ein scharfsinniger Gesellschaftsroman über den Aufstieg Georges Duroys, eines mittellosen ehemaligen Soldaten, der im Paris der Dritten Republik durch Charme, Opportunismus und skrupellose Ausnutzung weiblicher Beziehungen Karriere im Journalismus macht. In nüchterner, präziser Prosa verbindet Maupassant naturalistische Beobachtung mit satirischer Gesellschaftsanalyse: Presse, Politik, Finanzspekulation und Erotik erscheinen als ineinandergreifende Machtfelder. Der Roman steht im Kontext des französischen Realismus und Naturalismus, doch seine psychologische Kälte und stilistische Ökonomie verleihen ihm eine besondere Modernität. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und von Flaubert literarisch geprägt, kannte sowohl die bürgerliche Gesellschaft als auch die Pariser Pressewelt aus eigener Erfahrung. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg arbeitete er als Beamter und Journalist, bevor er zu einem der bedeutendsten Erzähler seiner Zeit wurde. Seine Skepsis gegenüber sozialen Aufstiegsmythen, seine genaue Kenntnis männlicher Eitelkeit und sein Blick für institutionelle Korruption bilden den geistigen Hintergrund dieses Romans. "Der Liebling" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die einen zugleich spannenden und analytisch unerbittlichen Roman suchen. Maupassants Werk zeigt, wie Verführung zur sozialen Technik und Öffentlichkeit zur Ware wird. Gerade deshalb bleibt es ein außergewöhnlich aktuelles Buch über Karriere, Medienmacht und moralische Leere.
€ 13,90 -
Hans und Peter
Guy de Maupassants Hans und Peter entfaltet in der scheinbar überschaubaren Welt einer normannischen Hafenfamilie ein präzises Drama der Abstammung, Eifersucht und bürgerlichen Selbsttäuschung. Als ein unerwartetes Erbe nur einem der beiden Brüder zufällt, gerät die familiäre Ordnung ins Wanken; Verdacht, Scham und unausgesprochene Wahrheit treiben die Handlung voran. In nüchterner, psychologisch scharfer Prosa verbindet Maupassant realistische Milieubeobachtung mit naturalistischer Analyse und macht aus einem privaten Konflikt eine Studie über soziale Fassade und innere Zersetzung. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, war Schüler und literarischer Erbe Flauberts; dessen Kunst der knappen Form und der unbarmherzigen Genauigkeit prägt auch dieses Werk. Seine Erfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg, im Journalismus und in den Salons der Dritten Republik schärften seinen Blick für Macht, Besitz, Sexualmoral und Heuchelei. Gerade die normannische Herkunft und die Nähe zum Meer verleihen dem Roman seine atmosphärische Dichte. Hans und Peter empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die einen kurzen, aber intellektuell reichen Roman suchen. Maupassant zeigt, wie ein einziger Zweifel eine ganze Lebensordnung zerstören kann. Das Buch ist zugleich Familienroman, psychologische Fallstudie und Meisterstück französischer Erzählkunst.
€ 9,70 -
Unser Herz
Unser Herz, 1890 erschienen, gehört zu Guy de Maupassants reifen psychologischen Romanen und verlegt den realistischen Blick auf die feinen Mechanismen der Pariser Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht André Mariolle, dessen Leidenschaft für die mondäne, geistreich-kühle Michèle de Burne zur Studie eines asymmetrischen Begehrens wird. Maupassant verbindet präzise Milieubeobachtung mit einer nüchternen, eleganten Prosa, die den Salon als Bühne moderner Gefühlsökonomie zeigt: Liebe erscheint weniger als Schicksal denn als soziale, narzisstische und ästhetische Konstruktion. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und von Flaubert literarisch geschult, war einer der scharfsinnigsten Erzähler des französischen Realismus und Naturalismus. Seine Erfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg, seine Tätigkeit in Paris und seine Vertrautheit mit journalistischen wie mondänen Kreisen schärften seinen Sinn für Illusion, Macht und Selbsttäuschung. Unser Herz entstand in einer späten Lebensphase, in der ihn Krankheit und Pessimismus zunehmend zur Analyse innerer Zerrissenheit führten. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die psychologische Genauigkeit, gesellschaftliche Satire und stilistische Disziplin schätzen. Es ist kein bloßer Liebesroman, sondern eine hellsichtige Untersuchung emotionaler Abhängigkeit und moderner Vereinzelung. Wer Maupassants kürzere Novellen kennt, entdeckt hier die gleiche Klarheit in größerer, subtil komponierter Form.
€ 10,40 -
Mondschein
In Mondschein entfaltet Guy de Maupassant auf engem Raum eine meisterhafte Studie über Frömmigkeit, Sinnlichkeit und die stille Autorität der Natur. Im Mittelpunkt steht ein strenger Geistlicher, dessen dogmatische Weltordnung durch den nächtlichen Anblick liebender Menschen im Mondlicht erschüttert wird. Maupassants Prosa ist knapp, präzise und von feiner Ironie getragen; sie verbindet realistische Beobachtung mit symbolischer Verdichtung und steht exemplarisch im Kontext der französischen Novellistik des späten 19. Jahrhunderts. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und literarisch von Gustave Flaubert geprägt, war ein scharfer Analytiker gesellschaftlicher Konventionen, religiöser Gewissheiten und menschlicher Begierden. Seine Erfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg, seine journalistische Tätigkeit in Paris und sein skeptischer Blick auf bürgerliche Moral schärften jene Kunst der Konzentration, die auch Mondschein bestimmt: ein scheinbar schlichtes Ereignis öffnet den Blick auf eine umfassende seelische Krise. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die kurze Prosa nicht als bloße Erzählminiatur, sondern als philosophisch aufgeladene Form schätzen. Mondschein zeigt Maupassant auf der Höhe seiner Kunst: klar, unsentimental und zugleich von leiser metaphysischer Schönheit.
€ 9,70 -
Tag-und Nachtgeschichten
Tag- und Nachtgeschichten versammelt Erzählungen, in denen Guy de Maupassant die sichtbare Ordnung des bürgerlichen Alltags mit den Schattenzonen von Begierde, Angst, Zufall und sozialer Grausamkeit konfrontiert. In knapper, präziser Prosa entfalten sich Szenen aus Provinz, Paris, Kriegserinnerung und häuslicher Intimität; oft genügt eine beiläufige Beobachtung, um eine ganze Existenz zu erhellen oder zu zerstören. Der Band steht im Kontext des französischen Realismus und Naturalismus, doch Maupassants Kunst überschreitet bloße Milieustudie durch psychologische Verdichtung und ironische Pointe. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, wurde entscheidend von Flauberts Formstrenge geprägt und durch Erfahrungen des Deutsch-Französischen Krieges, journalistische Arbeit sowie genaue Kenntnis verschiedener sozialer Milieus geschärft. Seine Erzählkunst speist sich aus Skepsis gegenüber moralischen Konventionen, aus medizinisch-zeitgenössischem Interesse an Nerven, Wahn und Vererbung sowie aus einer unerbittlichen Beobachtung menschlicher Selbsttäuschung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die kurze Prosa von hoher gedanklicher Dichte schätzen. Tag- und Nachtgeschichten bietet keine beruhigende Weltdeutung, sondern glänzend komponierte Miniaturen über Macht, Einsamkeit und Begehren. Wer Maupassant kennenlernen oder seine Meisterschaft im Erzählen neu prüfen möchte, findet hier einen exemplarischen Zugang.
€ 10,30 -
Herr Parent
Guy de Maupassants "Herr Parent" entfaltet die Tragödie eines gutmütigen Pariser Bürgers, dessen häusliches Glück durch Ehebruch, Verrat und Zweifel an der Vaterschaft zerstört wird. In klarer, präziser Prosa seziert Maupassant die bürgerliche Familie als Ort ökonomischer Abhängigkeit, sozialer Maskerade und psychischer Grausamkeit. Der Text steht im Kontext des französischen Realismus und Naturalismus: ohne Sentimentalität, aber mit scharfem Blick für Milieu, Gewohnheit und die verheerende Macht unausgesprochener Wahrheiten. Maupassant, Schüler und literarischer Erbe Flauberts, kannte die Konventionen der Dritten Republik ebenso wie die Brüchigkeit ihrer Moral. Seine Erfahrungen als Beamter, Journalist und Beobachter der Pariser Gesellschaft schärften sein Gespür für Heuchelei, Besitzdenken und erotische Rivalität. "Herr Parent" lässt erkennen, wie sehr ihn die Frage beschäftigte, was unter der Oberfläche respektabler Existenzen verborgen liegt: Angst, Demütigung und Einsamkeit. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die psychologische Genauigkeit und gesellschaftliche Analyse in konzentrierter Form schätzen. Maupassant zeigt hier nicht nur ein individuelles Unglück, sondern ein ganzes System bürgerlicher Sicherheiten im Moment seines Zusammenbruchs.
€ 10,30 -
Der Horla
"Der Horla" ist eine der eindringlichsten Erzählungen Guy de Maupassants und ein Schlüsseltext der fantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts. In tagebuchartiger Form schildert sie den schleichenden Zerfall eines Erzählers, der sich von einer unsichtbaren, fremden Macht beherrscht glaubt. Zwischen psychologischer Fallstudie, Schauererzählung und metaphysischer Spekulation entfaltet Maupassant eine Prosa von äußerster Präzision, in der das Alltägliche unmerklich ins Unheimliche kippt. Der Text steht im Kontext des Fin de Siècle, der Hypnoseforschung, des Positivismus und der wachsenden Faszination für das Unbewusste. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und von Flaubert literarisch geprägt, war ein Meister der knappen, analytischen Erzählform. Seine Erfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg, seine scharfe Beobachtung der bürgerlichen Gesellschaft und seine eigene gesundheitliche Gefährdung durch Syphilis und psychische Krisen verleihen "Der Horla" eine besondere biographische Resonanz. Die Angst vor Kontrollverlust, Vererbung, Wahnsinn und unsichtbaren Kräften spiegelt zentrale Spannungen seiner Epoche. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Spannung mit geistiger Schärfe verbinden möchten. "Der Horla" ist kurz, aber verstörend nachhaltig: ein Werk, das die Grenzen zwischen Einbildung und Wirklichkeit, Krankheit und Erkenntnis, Mensch und unbekanntem Anderen mit meisterhafter Ambivalenz auslotet.
€ 10,00 -
Dickchen (Boule de suif)
"Dickchen" ("Boule de suif", 1880) ist eine meisterhafte Novelle des französischen Realismus und Naturalismus, angesiedelt im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. In der engen Kutsche, die aus dem besetzten Rouen flieht, verdichtet Maupassant die französische Gesellschaft zu einem moralischen Experiment: Adlige, Bourgeois, Geistliche und Demokraten profitieren von der Opferbereitschaft der Prostituierten Élisabeth Rousset, genannt Dickchen, nur um sie anschließend zu verachten. Der knappe, präzise Stil, die ironische Distanz und die unerbittliche soziale Beobachtung machen den Text zu einem Schlüsselwerk der modernen Novellistik. Guy de Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, wurde literarisch von Gustave Flaubert geschult und bewegte sich im Umfeld Émile Zolas. Seine Erfahrungen als Soldat im Krieg von 1870 sowie seine genaue Kenntnis provinzieller Milieus prägten seine skeptische Sicht auf Patriotismus, Klassenmoral und bürgerliche Heuchelei. "Dickchen" erschien in Zolas Sammlung "Les Soirées de Médan" und begründete Maupassants Ruhm. Dieses Buch empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die kurze Prosa von außergewöhnlicher Dichte schätzen. Maupassants Novelle verbindet historische Genauigkeit mit zeitloser Menschenkenntnis und zeigt, wie gesellschaftliche Anständigkeit oft auf Kosten der Schwächeren behauptet wird.
€ 9,70 -
Mont Oriol
In "Mont Oriol" entfaltet Guy de Maupassant die Geschichte eines auvergnatischen Kurortes, dessen Heilquellen durch bürgerlichen Unternehmungsgeist, medizinische Rhetorik und spekulatives Kapital in eine moderne Profitmaschine verwandelt werden. Um den Bankier William Andermatt, seine Frau Christiane und den leidenschaftlichen Paul Brétigny verknüpft der Roman Liebesdrama, Gesellschaftssatire und ökonomische Analyse. Maupassants Stil bleibt realistisch präzise, zugleich von impressionistischer Landschaftswahrnehmung und nüchterner psychologischer Schärfe geprägt; im Kontext des französischen Naturalismus untersucht er Begehren, Besitz und Selbsttäuschung. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und von Flaubert literarisch geschult, kannte sowohl die Provinz als auch die Pariser Finanz- und Pressewelt aus unmittelbarer Erfahrung. Seine journalistische Tätigkeit, seine Beobachtung der Dritten Republik und sein Misstrauen gegenüber bürgerlicher Moral nähren diesen Roman. Auch seine Beschäftigung mit Krankheit, Körperlichkeit und ärztlicher Autorität spiegelt sich in der Kurortwelt von "Mont Oriol" eindringlich wider. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die einen Gesellschaftsroman von seltener analytischer Eleganz suchen. "Mont Oriol" ist nicht nur eine Studie über Liebe und Eifersucht, sondern auch ein hellsichtiger Roman über die Kommerzialisierung von Natur, Gesundheit und Gefühl.
€ 11,80 -
Bel-Ami
Guy de Maupassants Bel-Ami, 1885 erschienen, ist ein scharfsinniger Gesellschaftsroman über Georges Duroy, einen mittellosen ehemaligen Unteroffizier, der im Paris der Dritten Republik durch journalistische Wendigkeit, erotische Berechnung und moralische Skrupellosigkeit aufsteigt. In präziser, scheinbar nüchterner Prosa verbindet Maupassant naturalistische Beobachtung mit satirischer Zuspitzung: Presse, Politik, Finanzwelt und Ehemarkt erscheinen als miteinander verflochtene Machtapparate. Der Roman steht im Kontext des französischen Realismus und Naturalismus, doch seine psychologische Ökonomie und ironische Kälte verleihen ihm eine eigentümlich moderne Härte. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren und von Flaubert literarisch geschult, kannte die Pariser Presse- und Verlagswelt aus eigener Erfahrung. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg arbeitete er als Beamter und Journalist, bevor er als Erzähler berühmt wurde. Seine Skepsis gegenüber bürgerlicher Moral, sozialem Ehrgeiz und erotischer Instrumentalisierung prägt Bel-Ami deutlich; ebenso seine genaue Kenntnis jener Milieus, in denen öffentliche Meinung zur Ware wird. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die einen Klassiker suchen, der nicht museal wirkt. Bel-Ami analysiert mit unverminderter Aktualität Karriere, Medienmacht, Begehren und soziale Masken. Wer literarische Eleganz, gesellschaftliche Diagnose und eine schonungslose Studie des Opportunismus schätzt, findet hier einen der brillantesten Romane des 19. Jahrhunderts.
€ 13,80