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Resultaten voor 'william shakespeare'

7 resultaten
  1. Der Sturm
    1. William , Shakespeare

    Der Sturm

    Deutsch von Frank GüntherMit einem Essay von Günter Walch»Wir sind vom Stoff, aus dem die Träume sind« - wohl der berühmteste Satz aus dem >Sturm<, jener nachdenklichen Komödie aus Shakespeares letzter Schaffensperiode, die in den vergangenen Jahren durch verschiedene Neuinszenierungen glanzvoll Wiederauferstehung feiern konnte. Das Stück lebt durch seine Hauptfigur, den Zauberer Prospero, der als ein wahrer »Superman« mit keiner anderen Gestalt bei Shakespeare vergleichbar ist.Gleich am Beginn steht der große Sturm, durch Zauberkraft von Prospero selbst entfacht, bei dem Alonso, König von Neapel, und Antonio, Herzog von Mailand, mit ihrem Gefolge Schiffbruch erleiden und auf einer einsamen Insel stranden. Prospero war vor zwölf Jahren selbst Herzog von Mailand gewesen, wurde aber von seinem intriganten Bruder Antonio entthront und zusammen mit seiner Tochter Miranda auf eben jene Insel verbannt. Dort dienen ihm nun die Inselbewohner Caliban, mißgestalteter Sohn einer Hexe, und der Luftgeist Ariel: die Edelvariante des Puck aus dem >Sommernachtstraum<.Prospero nutzt das Zusammentreffen mit seinen Feinden nicht zur grausamen Rache. Alonso, Antonio und Co. müssen zwar verschiedene Qualen erleiden, werden aber schließlich begnadigt. Höhepunkt der Versöhnung und Beweis der Allmacht von Prosperos Willen ist die feierliche Verlobung Mirandas mit Ferdinand, dem Sohn Alonsos.Schwarze Magie gegen weiße, Natur gegen Kunst, menschliche Dummheit und Bosheit gegen Erkenntnis und wahre Menschlichkeit: Trotz dieser das Stück beherrschenden Gegensätze wird der Leser nie im Zweifel über den glücklichen Ausgang gelassen. Die moralische Vorbildhaftigkeit Prosperos läßt kein anderes als ein Happy End zu. In einem Epilog nimmt der große Magier Abschied von seinem Publikum - oft gedeutet als Shakespeares Abschied vom eigenen Wirken als Dramatiker und Schauspieler.

    € 14,00
  2. Titus Andronicus
    1. William , Shakespeare

    Titus Andronicus

    Shakespeares eindrucksvolles frühes Rachedrama als 19. Band der zweisprachigen dtv-Shakespeare-Edition - in einer originellen Neuübersetzung von Frank Günther.Nach zehn Jahren Krieg kehrt General Titus Andronicus siegreich nach Rom zurück. Von seinen einst über zwanzig Söhnen hat er alle bis auf vier verloren. Die Geiseln in seiner Gewalt sind Tamora, die Königin der Goten und ihre drei Söhne. Der Sitte entsprechend befiehlt Titus, den ältesten der drei zum Ruhm der gefallenen Römer zu opfern. Tamora sinnt auf bittere Rache: Sie umgarnt den neuen Herrscher Saturnius und geht mit ihm die Ehe ein. Damit hat sich die Königin in eine Position gebracht, die ihr ein hinterhältiges Rachespiel erlaubt. Eine grausig-selbsttätige Mechanik aus Mord und Todschlag wird in Gang gesetzt, die insgesamt vierzehn Leichen, darunter ein Lebendbegräbnis, Wahnsinn und Kannibalismus zeitigt. So die blutige Story dieser ganz frühen Shakespeare-Tragödie, die gerade ihr großes Comeback auf den deutschen Bühnen anzutreten beginnt - allein in München gab es 2002 zwei Inszenierungen, daneben in Berlin und andernorts - darauf wartet, von einem breiten Theaterpublikum entdeckt zu werden. Zwar ist das Drama von erstaunlicher Rohheit und archaischer Brutalität, Shakespeares bereits voll entfaltete Ökonomie der Sprachmittel und ein perfekt balancierter Einsatz des Figurenensembles garantieren aber auch größte Bühnen- und nicht zuletzt Lesewirksamkeit.

    € 12,50
  3. Antonius und Kleopatra
    1. William , Shakespeare

    Antonius und Kleopatra

    Ein Drama um Liebe und Weltherrschaft: >Antonius und Cleopatra< erscheint als 18. Band unserer zweisprachigen Shakespeare-Edition in der Neuübersetzung von Frank Günther. Antonius und Kleopatra rangieren zweifelsohne neben Romeo und Julia unter den berühmtesten Liebespaaren der Welt. Und das hat seinen Grund: Die femme fatale auf Ägyptens Thron und der mächtige Mitbeherrscher des Römischen Imperiums begehen wie Romeo und Julia einen dramatischen Selbstmord und sind in Hollywood zu Hause wie Donald und Daisy. Darüber hinaus aber kommt ihnen, weil sie sich einzig ihrer Liebe widmen, die Weltherrschaft abhanden wie anderen Leuten Stock oder Hut.Shakespeares um 1606/07 entstandenes »Römerdrama« erzählt die berühmte Geschichte als kuriose Mischung aus Satire und Tragödie. Die große tragische Leidenschaft der Liebenden ist durchzogen von schrillen Tönen. Cleopatra tritt mal königlich, mal keifend auf, und der alternde Antonius kann sich zwischen römischer Tugend und ägyptischer Wollust nicht recht entscheiden. Um die Vorherrschaft in der Welt kämpfen Feldherrn, die gelegentlich an grölende Stammtischbrüder oder farblose Bürokraten erinnern. Während das klassizistische 18. Jahrhundert Anstoß nahm an solchen Brüchen, entdeckte die Romantik sie neu - als besonders welthaltige und ästhetisch vollkommene Synthese extremster Spannungen. Und als solche gelten sie bis heute.

    € 10,00
  4. Romeo und Julia
    1. William , Shakespeare

    Romeo und Julia

    Deutsch von Frank GüntherMit einem Essay von Kurt TetzeliRomeo und Julia: die Namen stehen längst für einen Mythos, den Mythos der tragischen Leidenschaft. Die Geschichte hat unzählige Nachahmer gefunden, und der Aufruhr der Gefühle darin gehört heute, trivialisiert und ausschnittsweise, zum Repertoire nicht weniger Seifenopern: der tödliche Zwist zweier Familien; der Blitzschlag der unerlaubten Liebe zwischen den Kindern dieser Häuser; das Ungestüm und die Zärtlichkeit, mit denen sich beide dieser Liebe versichern; der Todesmut, mit dem Julia in den Plan einwilligt, sich als Scheintote »entführen« zu lassen, um damit einer anderweitigen Vermählung zu entgehen und Romeo nachzufolgen. Und dann natürlich die tragischste aller Szenen, der Liebestod: Romeo, durch einen fatalen Zufall nur unzureichend über den Plan informiert, glaubt Julia tot und vergiftet sich in ihrer Gruft; Julia erwacht und ersticht sich mit Romeos Dolch.Das alles scheint eher romantisch als elisabethanisch, und durch die gewohnte Brille des 19. Jahrhunderts (als das Stück als Tragödie zum großen Erfolg wurde, während man es im 18. ohne Bedenken auch mal glücklich enden ließ) sehen wir heute noch jene »große Liebe«, die von der »Gesellschaft« nicht gewollt wird. Shakespeare aber erfand zu seiner Zeit mit >Romeo und Julia< etwas völlig Unbekanntes: die erste englische Liebestragödie.

    € 13,00
  5. Hamlet
    1. William , Shakespeare

    Hamlet

    Deutsch von Frank Günther Mit einem Essay von Manfred Pfister >Hamlet< ist sicherlich der Deutschen liebstes Shakespeare-Drama. Der Zauderer, der Melancholiker, der Denker, der nicht handeln kann, hat seit Anfang des 19. Jahrhunderts zur Definition deutscher Identität herhalten müssen wie sonst vielleicht nur Doktor Faust. »Hamlet ist Deutschland!« rief Freiligrath 1844 aus und meinte damit, daß das Volk der Dichter und Denker vor lauter Selbstreflexion an den realpolitischen Aufgaben scheiterte. Nicht nur Hegel, Goethe, Heine, Nietzsche dachten so, auch das Ausland griff die Gleichung auf, um sie später zu negieren: Deutschland habe im Ersten Weltkrieg nicht wie Hamlet, sondern wie der Schlächter Macbeth ausgesehen. Faschistische Theaterleute erkannten sich in einem germanisch-untergangsseligen Hamlet wieder; nach dem Krieg tauchte der Grübler in der Diskussion um die Rolle der Intellektuellen in der Bundesrepublik auf; und als die Mauer fiel, inszenierte Heiner Müller in Ostberlin ausgerechnet >Hamlet< - für alle, die nicht wußten, wie sie sich nun verhalten sollten. Der Schauplatz ist Dänemark. Prinz Hamlet wird vom Geist seines Vaters beauftragt, Rache zu nehmen für den an ihm verübten Giftmord. Claudius, des Ermordeten Bruder, der jetzt mit Hamlets Mutter in verbotener Ehe lebt, soll der Schuldige sein. Claudius und Hamlet belauern sich gegenseitig: Der Usurpator läßt den Prinzen bespitzeln, Hamlet seinerseits verstellt sich, spielt den Wahnsinnigen und läßt schließlich als Falle für Claudius ein Theaterstück aufführen, das die Situation spiegelt. Claudius verrät sich tatsächlich; zur Blutrache kommt es allerdings so schnell nicht. Hamlets Problem ist nicht der Schuldbeweis, sondern sein innerer Konflikt, der ihn zwischen der mittelalterlichen Rachevorschrift, dem Glauben an Gottes gerechte Sühne und einem sehr modernen Gefühl für die Eigenverantwortung des Individuums tatenlos schwanken läßt. Die Konkurrenz dieser Weltbilder erschien nicht nur den Deutschen spannend, sondern entsprach so sehr dem Lebensgefühl der Zeitgenossen an der Schwelle zur Neuzeit, daß sie stundenlang z. T. stehend im Theater ausharrten, um Hamlets Monologen zu folgen.

    € 14,00
  6. Macbeth
    1. William , Shakespeare

    Macbeth

    Deutsch von Frank GüntherMit einem Essay von Ulrich Suerbaum»Leben ist nur ein Wanderschattenspiel; ist eine Mär aus einem Tölpelmund, voll von Getön und Toben, und bedeutet nichts«So Macbeth im letzten Stadium des Überdrusses, kurz vor seiner Ermordung, die ihm willkommen ist wie eine Befreiung. Vorausgegangen ist ein beispielloses Spektakel von Machtgier, Verführung und Mord; Shakespeares kürzeste, konzentrierteste, eingängigste Tragödie. Drei Hexen prophezeien Macbeth, er werde einst König sein. Sogleich steigen Mordgedanken in ihm auf, die er vergeblich zu unterdrücken sucht. Bestärkt durch den blutigen Ehrgeiz seiner Frau Lady Macbeth, bringt er schließlich den amtierenden König Duncan im Schlaf um. Macbeth wird König, fürchtet aber weiterhin um seinen Rang. Nun muß der Feldherr Banquo dran glauben, dessen Geist bald darauf während eines Festmahles erscheint und Macbeth vollends verunsichert. Ein weiteres Mal sucht er die Hexen auf, die ihn in trügerischer Sicherheit wiegen: »Keiner, den ein Weib gebar«, wird ihm je schaden. Doch das Unglaubliche geschieht: als Rächer tritt Macduff auf, der einst »vor der Zeit aus dem Mutterleib geschnitten« ward. Macbeth, der nie die Anteilnahme des Zuschauers verloren hat, weil ihm seine Taten zu sehr auf der Seele lasten, geht unter, ebenso wie Lady Macbeth, die zuvor schon dem Wahnsinn verfallen war.

    € 14,00
  7. Ein Sommernachtstraum
    1. William , Shakespeare

    Ein Sommernachtstraum

    Deutsch von Frank GüntherMit einem Essay von Sonja FielitzMan muß kein Shakespeare-Fan sein, muß den >Sommernachtstraum< nicht gelesen oder auf der Bühne erlebt haben, um seine Atmosphäre zu kennen oder den buntschillernden Gestalten daraus einmal begegnet zu sein. In Woody Allens >Midsummer Night's Sex Comedy< etwa, selbst schon ein ironisch-erotischer Klassiker, oder im Schauspiel >Der Park< von Botho Strauß zeigt sich deutlich: für moderne New Yorker oder deutsche Bundesbürger hat ein Zauberwald, wo verschüttete Wünsche und Triebe zum Vorschein kommen dürfen, weiterhin seine Anziehungskraft... Shakespeares Original, durch die Jahrhunderte aufs unterschiedlichste inszeniert als pompös romantisches Märchenspiel (1905 in Berlin gar mit Waldmeisterduft im Bühnenraum) oder artistische Schauspieler-Improvisation, mischt Liebes-Traum und Liebes-Wirklichkeit zu einem turbulenten Wirbel, wenn der Elfenkönig Oberon seinen Dienstkobold Puck beauftragt, per Zaubersaft die Vernunft außer Kraft zu setzen. Elfenkönigin Titania, mit der Oberon Streit hat, muß sich daraufhin in den eselsköpfigen Weber Zettel verlieben, der mit Handwerkerkollegen im Wald gerade ein Theaterstück probt. Schlimmer noch sind die Auswirkungen auf zwei junge, gezierte Paare vom Hofe Athens, die sich ebenfalls in den Zauberwald verirrt haben: Puck verwechselt die Männer, und so begehrt Lysander, der eigentlich Hermia liebte, plötzlich Helena, und Demetrius, abtrünniger Liebhaber der Helena, dann aber Bräutigam der Hermia, wendet sich wieder Helena zu... bis Oberon den Gegenzauber findet. Ein Virtuosenstück mit hohem Unterhaltungswert oder ein zynischer Traum von der Liebe als Narretei, wo Partner jederzeit austauschbar sind? Sicher ist, daß im Elfenwald eine Verwandlung geschieht: die Liebenden finden von floskelhaft-gestelzter zu souverän freier Sprache, auf deutsch erstmals nachempfunden und nachzuempfinden in Frank Günthers neuer Übersetzung.

    € 12,00