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Resultaten voor 'judith schalansky'
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Senatore Cappelli
Eine Veröffentlichung des Bundesinstituts für Risikobewertung, die Dinkel als eventuell ungeeignet für Menschen mit Weizenallergie oder Glutenunverträglichkeiten einstuft; eine Betrachtung der Zotten genannten Fraktale im menschlichen Darm, die ähnlich wie die klimagestressten Alpen erodieren können und damit ebenjene Unverträglichkeiten hervorrufen; und schließlich die Geschichte der entlarvenden Namenswahl für moderne Weizenvarietäten, die so ganz und gar nicht mit den klingenden Namen alter italienischer Sorten mithalten können, die bis heute in perfekter Symbiose mit ihrer Umgebung wachsen. Aus diesen Zutaten komponiert Kenah Cusanit ihren Essay, der mit den Mitteln der poetischen Assoziation ins Zentrum der Debatten um Nahrungssouveränität, Hunger und Klimaschutz zielt. Wirtschaft, Welt und Wohlergehen erklärt in einem Weizenkorn: In Senatore Cappelli , ausgezeichnet mit dem Deutschen Preis für Nature Writing 2024, führt uns Kenah Cusanit auf eine so amüsante wie tiefgründige Reise mitten ins Herz der Gegenwart.
€ 6,00 -
Verlassene Orte
Die mehrfach ausgezeichnete schottische Essayistin Cal Flyn erkundet in diesem außergewöhnlichen Buch Orte, an denen keine Menschen mehr leben - oder nur noch wenige ihr Dasein fristen. Es sind Sperrgebiete oder Geisterstädte, Festungsinseln und Niemandsländer, unwegsames Terrain, auf das sich Flyn wagt, als sie verwaiste und verwüstete Orte besuchte, um zu verstehen, was passiert, wenn man der Natur erlaubt, sich ihren Platz zurückzuerobern. Auf einer unbewohnten schottischen Insel begegnet sie einer Herde verwilderter Rinder, in Tschernobyl einer Handvoll Menschen, die nach der Nuklearkatastrophe in ihre kontaminierten Häuser zurückkehrten, und in Detroit, der einst viertgrößten Stadt der USA, trifft sie auf ganze Straßenzüge, die so verfallen sind, dass Tiere und Pflanzen sie übernommen haben. Egal wie trostlos, unheimlich, verwüstet und verseucht die Orte sind, die Flyn erkundet, überall erkennt sie allen Widrigkeiten zum Trotz Anzeichen von ökologischer Resilienz und Regeneration, kurzum: von Leben. Sie entdeckt Pflanzen, die auf kontaminierten Böden gedeihen, Fische, die gegen bestimmte Gifte unempfindlich geworden sind oder einen künstlichen See, der zur belebten Wüste versandet. Ihr Buch ist ein genau recherchiertes und mit literarischem wie psychologischem Einfühlungsvermögen geschriebenes Plädoyer für eine radikale Überprüfung dessen, was wir unter >Natur< verstehen. Nicht zuletzt bietet es vielfältige, auch verstörende Antworten auf die dringliche Frage, wie der Schaden, den wir an der Natur verursacht haben, noch behoben werden kann.
€ 34,00 -
Wir sind hier, um Zeuge zu sein
»Es kommt ein Punkt, da sagst du zum Wald, zum Meer, zu den Bergen, der Welt: Jetzt bin ich bereit. Jetzt werde ich innehalten und ganz Ohr sein. Du machst dich leer und wartest; du lauschst.« schreibt Annie Dillard in ihrem Essay Einen Stein zum Sprechen zu bringen, dem auch der Titel dieses Bandes entlehnt ist, der die wichtigsten klassischen und zeitgenössischen Stimmen des Nature Writings versammelt: Ob Edward Abbey über die Wüste schreibt oder Roger Deakin über Wälder, ob J.A. Baker über Wanderfalken oder Nastassja Martin über Bären, Jean-Henri Fabre über die Gottesanbeterin, egal ob Robin Wall Kimmerer über Moos oder Anna Lowenhaupt Tsing über Pilze oder Robert Macfarlane über alte Wege, stets geht es darum, für die natürlichen Phänomene eine Sprache zu finden, präzise, poetisch, kundig, sinnlich, empathisch - und nicht selten offenbart sich in der genauen Beschreibung der größte Erkenntnisgewinn.
€ 12,00