Albert Camus
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Avantgarde
'Avantgarde' zeigt das Plakat im Aufbruch und den Beginn des Grafikdesigns als eigenständige Gestaltungsdisziplin: Zwischen den Kriegen standen Fotografie, Typografie und bildliche Abstraktion im Zentrum des Plakats; ausgehend von den Reformbewegungen der Jahrhundertwende und den Ismen in der Kunst nach 1900 wurde es ebenso zum Spiegel innovativer gestalterischer Ideen wie zum Ausdruck des Zeitgeists und seinen radikalen gesellschaftspolitischen Utopien. Das Plakat diente als Propaganda- und Aufklärungsmedium, pries neue Produkte und technische Errungenschaften an, lud zu Auseinandersetzungen um das 'Neue Bauen und Wohnen', zu Foto, Film- und Werbeausstellungen ein. Sowohl der traditionelle Kunstbegriff als auch die konventionelle Rolle der Kunstschaffenden wurde hinterfragt. Ein rationaler, nüchterner, jeden Individualismusverweigernder Ansatz wurde zum Bekenntnis einer universalen Moderne und forderte selbstbewusst ein neues Sehen ein.Plakate des russischen Konstruktivismus von El Lissitzky oder Valentina Kulagina behaupteten sich neben Art-déco-Plakatenvon Adolphe Mouron Cassandre oder Jean Carlu. Jan Tschichold, Herbert Matter und Maja Allenbach experimentierten mit Fotografie in ganz unterschiedlichen Plakatgattungen. Mit den totalitären Bewegungen um 1935 fand die Avantgarde ein vorläufiges Ende - aber ihre Inspirationen wirken bis heute fort.
€ 25,00 -
Andrin Winteler
Für seine erste umfassende Monographie (begleitend zu seiner ersten Einzelausstellung im Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz) Floating Point hat Andrin Winteler neue Arbeiten entwickelt, die sich auf die Bewegung und Entfremdung von Objekten in Film, Installation und Fotografie konzentrieren. Mit technischen Werkzeugen und digitalen Prozessen erforscht er die Grenzen unserer Wahrnehmung. Er untersucht die Übergänge zwischen Traum und Realität, zwischen Wahrheit und Illusion. Rätselhaft - fast surreal - laden Andrin Wintelers Arbeiten zur Reflexion über die Bilderflut in unserem Alltag ein.Andrin Winteler studierte Kunst und Medien an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Er wuchs in Schaffhausen auf und lebt und arbeitet heute in Zürich.
€ 30,00 -
SUBJEKT . FRAU . OBJEKT
SUBJEKT.FRAU.OBJEKT wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die seit 1933 aufgebaute Kunstsammlung des Landes Kärnten/MMKK, die zu zwei Dritteln aus männlichen Positionen besteht: Künstlerinnen wurden erst seit den 1950er-Jahren dokumentiert, meist nur durch wenige Arbeiten, viele Positionen blieben gänzlich unberücksichtigt. Angesichts dieser Lücken in den Beständen zeigt die Ausstellung keine Chronologie der weiblichen Kärntner Kunst, sondern Geschichten des Frau-Seins, ihrer Befindlichkeit zwischen Objekt und Subjekt oder von Unterdrückung und Emanzipation.Dazu haben die Kuratorinnen Ute Liepold und Christine Wetzlinger-Grundnig interessante und hochwertige Arbeiten von 30 Künstlerinnen, 9 Künstlern und einem Künstler*innen-Duo ausgewählt und nach weiblich konnotierten künstlerischen Techniken sowie nach inhaltlichen Aspekten wie Identität/Rolle, Körper/Körperwahrnehmung, Unterdrückung/Ausbeutung, Selbstermächtigung/Emanzipation, Sexualität/Begehren, Subjektentwürfe/Empowerment versammelt. Sorgsam ausgewählte Zitate bedeutender Feministinnen vertiefen diesen philosophisch-kulturgeschichtliche Blick. Insgesamt rückt so der weibliche Körper als Träger der verschiedenen Rollen der Frauen, als Gravitationszentrum ihrer spezifischen Erfahrungen und ihrer Identität, aber auch als künstlerisches Motiv, Instrument und Exerzierfeld in den Mittelpunkt. Der Katalog SUBJEKT.FRAU.OBJEKT dokumentiert die siebte Ausstellung der Reihe "fokus sammlung", die vom 25. September 2025 bis zum 15. Feber 2026 im MMKK in Klagenfurt stattfindet, und ergänzt ausführliche Biografien und Textbeiträge, die Zugänge zum Werk der Künstler*innen vermitteln.Mit Arbeiten und Biografien von Bella Ban, Werner Berg, Herbert Boeckl, Catrin Bolt, Theres Cassini, Ines Doujak, Helga Druml, Felix Esterl, Sissi Farassat, Heinz Goll, Elisabeth Guttenberg-Sterneck, Ilse Haider, Sibylle von Halem, Karin Hazelwander, Caroline Heider, Lisa Huber, Gudrun Kampl, Birgit Knoechl, Kiki Kogelnik, Anton Kolig, Cornelius Kolig, Zenita Komad, Alina Kunitsyna, Maria Lassnig, Judith Lava, Maria Legat, Eduard Lesjak, Marlies Liekfeld-Rapetti, Ina Loitzl, Melitta Moschik, Payer Gabriel, Eva Petri¿, Maria Petschnig, Katarina Schmidl, Nina Rike Springer, Evelin Stermitz, Robert Streit, Karin Sulimma, Andrea Vilhena, Franz WiegeleMit Texten von Kerstin Braun, Magdalena Felice, Katharina Herzmansky, Anna Hoisl-Srienc, Christine Huber, Nora Leitgeb, Ute Liepold, Franz Thalmair, Mirjam Tschernuth, Heimo Strempfl, Christine Wetzlinger-Grundnig
€ 29,00 -
Impressions of Japan
In 2015, the Swiss Musée Jenisch Vevey received a bequest that also comprised around 2,000 Japanese colored woodblock prints (ukiyo-e). Many of them originated from the workshops of the most famous artists of the Utagawa school, who were active between 1765 and 1930 and are rarely represented in European collections. They stand out due to their fine printing technique, the use of precious materials and vibrant colors, as well as their excellent state of preservation. Impressions of Japan features two hundred ukiyo-e alongside several rare preparatory drawings (shita-e), which are pasted onto the block for printing and usually get destroyed during the printing process. The prints depict kabuki theater scenes, textile art, the joys and pleasures of Japanese society, famous fairy tales, and travels in and around the landscapes of Japan. Scholarly essays and an appendix offering explanations of printmaking techniques, types of paper used, and printmaking in twenty-first-century Japan supplement the images. This beautifully designed book will appeal particularly to experts and lovers of colored Japanese woodblock prints.
€ 48,00 -
Resist!
Peace appeals, reminders of human rights, calls to protect nature - posters have proven an effective medium in accompanying social and political struggles worldwide since the 1920s. Through the poster, these universal and timeless topics are able to reach a broad public and encourage critical debate.While some posters are meant to shed light and are aimed at refl ection, others appeal more strongly to the emotions of their audience. Some dismantle past and present autocrats cynically, ironically or humorously - while others construct idols that exemplify a different world. Dystopian images function as a provocation and warning, while utopian messages keep the belief in change alive. Symbols such as the raised fi st or the dove of peace demonstrate their global and lasting power in ever newinterpretations. Proven visual formulas and argumentation strategies are taken up in posters of the latest civil protest movements and are supplemented by new rhetoric.The designers, acting individually or collectively, are united by commitment and an emancipatory attitude as well as the conviction that resistance requires its own aesthetic in order to function. The publication brings together works from around one hundred years that demonstrate the tradition of the poster as a medium of protest and assert its validity and necessity in the present day.
€ 25,00 -
Herbert Zangs
Herbert Zangs (1924-2003) näherte sich bereits ab den frühen 1950er-Jahren in zahlreichen Facetten dem Informel, der Monochromie und Objektkunst. Er entwickelte eine Vielzahl von Bildformen: von der Collage über die Materialassemblage bis zum Bildobjekt. Zangs experimentierte und hantierte mit Materialien aller Art, die er aus ihrem ursprünglichen funktionalen Kontext riss, um sie durch Übermalung in Kunstwerke zu verwandeln. Mit seinen sogenannten Verweißungen von Fundstücken und Dingen des Alltags sprengte Zangs die Grenzen der abstrakten und informellen Kunst. Wie andere Künstler seiner Generation hat auch Zangs mit dem ihm eigenen kraftvollen Schaffensprozess den immer wieder apostrophierten "Nullpunkt" der Malerei ausgelotet. Trotz der Parallelen zu den ZERO-Künstlern fühlte sich Zangs selbst mehr den in Paris wirkenden Neuen Realisten verbunden. Heute gilt er als Pionier der Monochromie und der seriellen Arbeitsweise. In den 1970er-Jahren erlangte Zangs mit seinen Aktionen und seiner Teilnahme an der documenta 6 erneute Aufmerksamkeit. Seine in Kassel präsentierten Antibücher bearbeitete er mittels Nägeln und Holzstiften, Schnüren oder Farbe dermaßen, dass ihre frühere Funktion brachial ausgelöscht wurde. In den folgenden Jahren lotete Zangs in zahlreichen Werkfolgen und durch die Kombination unterschiedlicher Werkreihen die künstlerischen Möglichkeiten serieller Gestaltung aus. Die Publikation liefert einen umfassenden Überblick über das Werk des Künstlers und zeigt Arbeiten aus allen Medien und Schaffensphasen.
€ 35,00 -
Japanese Colour Prints
This stunning collection showcases the beauty and artistry of Japanese colour prints, featuring works from the Victoria and Albert Museum's renowned collection. With its detailed commentary and vivid illustrations, this book offers a fascinating glimpse into the vibrant culture and artistic traditions of Japan. This work has been selected by scholars as being culturally important, and is part of the knowledge base of civilization as we know it. This work is in the "public domain in the United States of America, and possibly other nations. Within the United States, you may freely copy and distribute this work, as no entity (individual or corporate) has a copyright on the body of the work. Scholars believe, and we concur, that this work is important enough to be preserved, reproduced, and made generally available to the public. We appreciate your support of the preservation process, and thank you for being an important part of keeping this knowledge alive and relevant.
€ 13,50 -
Catalogue Of An Exhibition Of Etchings And Dry-points
This is a catalog of an exhibition of prints from the collection of Howard Mansfield, an American collector and dealer who specialized in etchings and dry-points by artists such as Rembrandt, Whistler, and Haden. The exhibition was held at the Museum of Fine Arts in Boston in the early 20th century, and featured over 500 items, with illustrations, descriptions, and biographical notes. This is a valuable reference work for collectors, scholars, and anyone interested in the history of printmaking. This work has been selected by scholars as being culturally important, and is part of the knowledge base of civilization as we know it. This work is in the "public domain in the United States of America, and possibly other nations. Within the United States, you may freely copy and distribute this work, as no entity (individual or corporate) has a copyright on the body of the work. Scholars believe, and we concur, that this work is important enough to be preserved, reproduced, and made generally available to the public. We appreciate your support of the preservation process, and thank you for being an important part of keeping this knowledge alive and relevant.
€ 13,50 -
Guide To An Exhibition Of Mezzotint Engravings: Chiefly From The Cheylesmore Collection
A guide to the Cheylesmore collection of mezzotint engravings, including detailed information about the artists and the technique of mezzotint engraving. This work has been selected by scholars as being culturally important, and is part of the knowledge base of civilization as we know it. This work is in the "public domain in the United States of America, and possibly other nations. Within the United States, you may freely copy and distribute this work, as no entity (individual or corporate) has a copyright on the body of the work. Scholars believe, and we concur, that this work is important enough to be preserved, reproduced, and made generally available to the public. We appreciate your support of the preservation process, and thank you for being an important part of keeping this knowledge alive and relevant.
€ 28,00 -
Was zum Schaffen drängt ...
Der Katalog erscheint begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Märkischen Museum Witten, das erstmalig in einer großen, zusammenhängenden Präsentation seinen umfangreichen Bestand an Kunstwerken des Expressionismus und zeitnaher Strömungen zeigt. Rund 150 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus dem Depot des Museums verdeutlichen das vielfältige Schaffen der Künstler*innen von 1900 bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.Der Expressionismus hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur die bildende Kunst, sondern auch andere Sparten wie Literatur, Musik, Film, Theater und Tanz in Deutschland maßgeblich geprägt. Was wir heute als selbstverständlich und hohe Kunst ansehen, die avantgardistischen Neuerungen in der Ausdrucksweise, dem Umgang mit Farbe und Fläche, die radikale Subjektivität und Wiedergabe von psychologischen Empfindungen und Lebensrealitäten, begegnete wie viele andere Innovationen zunächst einer Ablehnung in der Allgemeinheit. Doch schnell hat sich diese Kunstrichtung etabliert, fand ihre Förder*innen und hielt Einzug in Ausstellungen und Museen. Mit ihren Werken geben uns die Künstler*innen einen Einblick in ihre Zeit und das, was sie zum Schaffen und zur Reflektion anregte: Neben den traumatischen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, den gesellschaftlichen Umbrüchen durch die Industrialisierung in den Großstädten und die Wirtschaftskrisen, die vielfach zu Elend und Armt führten, sind es insbesondere auch die Sehnsucht nach alternativen Lebensformen im Einklang mit der Natur sowie die psychologischen Ergründung der menschlichen Existenz.Geprägt wurde der Stil durch zwei Künstler*innen-Gruppen und ihre Protagonist*innen: die "Brücke", gegründet 1905 in Dresden, und "Der Blaue Reiter", gegründet 1912 in München. Aber auch jenseits dieser Gruppen wie beispielsweise in Westfalen und im Rheinland haben sich Künstler*innen mit der expressionistischen Kunst auseinandergesetzt und ihre eigenen Perspektiven entwickelt. Die zweite Generation des Expressionismus, ab den 1920er-Jahren, setzt sich vermehrt auch mit sozialkritischen Thematiken auseinander und wird oft auch unter der Bezeichnung "Neue Sachlichkeit" subsummiert.Die Machtergreifung des NS-Regimes 1933 und ihre politisch instrumentalisierte Kulturpolitik, die insbesondere die Kunst des Expressionismus der ersten und zweiten Generation als "entartet" diffamierte, stellt einen tiefen und kaum zu überwindenden Einschnitt in der Geschichte dar. Doch der Einfluss des Expressionismus endete nicht mit dieser Zäsur, sondern wird nach Ende des Zweiten Weltkriegs von vielen Künstler*innen als Ausgangspunkt genommen, um wieder Anschluss an die internationale, zeitgenössische Kunst zu finden.Viele Themen des Expressionismus - wie beispielsweise die Sichtbarkeit von Armut in der Großstadt, die Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt, aber auch die Faszination der Welt des Zirkus und des Nachtlebens, die Sehnsucht nach der Landschaft und einer harmonischen Verbindung mit der Natur - spielen auch in unsere Gegenwart eine große Rolle und regen auch noch heute Künstler*innen zum Schaffen an. Mit ausgewählten Referenzwerken aus dem Bereich der zeitgenössischen Fotografie stellt die Ausstellung eine Verbindung der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhundert mit der Gegenwart her.Mit Arbeiten von:Willi Baumeister, Max Beckmann, Peter August Böckstiegel, Angus Boulton, Heinrich Campendonk, Gustav Deppe, Walter Dexel, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Werner Gilles, Karl Otto Götz, George Grosz, Erich Heckel, Peter Herkenrath, Karl Hofer, Aino Kannisto, Ida Kerkovius, Anton Kerschbaumer, Ernst Ludwig Kirchner, Barbara Klemm, Käthe Kollwitz, Marie-Jo Lafontaine, August Macke, Paula Modersohn-Becker, Oskar Moll, Wilhelm Morgner, Otto Mueller, Gabriele Münter, Heinrich Nauen, Anja Niedringhaus, Karel Niestrath, Simone Nieweg, Emil Nolde, Walter Ophey, Otto Pankok, Hermann Max Pechstein, Christian Rohlfs, Andreas Rost, Karl Schmidt-Rottluff, Werner Scholz, Eberhard Viegener, Ira Vinokurova, Josef Wedewer, Hans Werdehausen, Wilhelm Wessel, Irmgart Wessel-Zumloh
€ 34,00 -
Ciné-Passion
In the history of graphic design, the film poster has repeatedly exemplified graphic innovation. The first constructivist posters by the Stenberg brothers challenged viewing habits in the late 1920s, as did the radical, succinct film advertisements by Jan Tschichold. The Polish school of poster art, with exponents such as Henryk Tomaszewski and Roman Cieslewicz, produced iconic film posters in the postwar era, and Cuban designers, including Antonio Reboiro and Ñiko, followed suit after 1959. Simultaneously, in the former Czechoslovakia, the likes of Milan Grygar, Karel Vaca and Josef Vylet'al helped the film poster gain international recognition. In all three countries, the lack of economic pressure allowed such creative power to flourish. In Germany, film distributors such as Neue Filmkunst Walter Kirchner or Atlas-Film prompted a new aesthetic by commissioning Hans Hillmann or Dorothea Fischer-Nosbisch.The works presented in this publication illustrate an alternative to the Hollywood film poster with its canonical motifs and pompous spectacle. The unorthodox visual language of these "other" film posters largely dispenses with star portraits and film stills. Subtly poetic, and often ambiguous, films are interpreted individually, the visual material is creatively defamiliarized and the content consolidated into symbols. Up to this day, individual designers continue to celebrate the film poster as an autonomous artistic medium.
€ 25,00 -
Plakatfrauen. Frauenplakate
Petra Eisele, Design researcher and professor of design history and design theory at Mainz University of Applied Sciences, head of the research project "UN/SEEN: Innovative Women in Graphic Design and Typography 1865-1919 and Today"; Peter Forster, curator of collections 12th to 19th century, provenance manager, coordination of museum education, Museum Wiesbaden
€ 33,95