Albert Camus
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Avantgarde
'Avantgarde' zeigt das Plakat im Aufbruch und den Beginn des Grafikdesigns als eigenständige Gestaltungsdisziplin: Zwischen den Kriegen standen Fotografie, Typografie und bildliche Abstraktion im Zentrum des Plakats; ausgehend von den Reformbewegungen der Jahrhundertwende und den Ismen in der Kunst nach 1900 wurde es ebenso zum Spiegel innovativer gestalterischer Ideen wie zum Ausdruck des Zeitgeists und seinen radikalen gesellschaftspolitischen Utopien. Das Plakat diente als Propaganda- und Aufklärungsmedium, pries neue Produkte und technische Errungenschaften an, lud zu Auseinandersetzungen um das 'Neue Bauen und Wohnen', zu Foto, Film- und Werbeausstellungen ein. Sowohl der traditionelle Kunstbegriff als auch die konventionelle Rolle der Kunstschaffenden wurde hinterfragt. Ein rationaler, nüchterner, jeden Individualismusverweigernder Ansatz wurde zum Bekenntnis einer universalen Moderne und forderte selbstbewusst ein neues Sehen ein.Plakate des russischen Konstruktivismus von El Lissitzky oder Valentina Kulagina behaupteten sich neben Art-déco-Plakatenvon Adolphe Mouron Cassandre oder Jean Carlu. Jan Tschichold, Herbert Matter und Maja Allenbach experimentierten mit Fotografie in ganz unterschiedlichen Plakatgattungen. Mit den totalitären Bewegungen um 1935 fand die Avantgarde ein vorläufiges Ende - aber ihre Inspirationen wirken bis heute fort.
€ 25,00 -
Marisol
Mit ihren eigenwilligen, farbig bemalten Holzskulpturen wurde die US-amerikanisch-venezolanische Künstlerin Marisol (1930–2016) im New York der 1960er-Jahre schlagartig berühmt. Sie kombinierte Popkultur, Dada, Folklore und Selbstporträts zu unverwechselbaren, oft satirischen Ensembles. Eine Wiederentdeckung, die zeigt, wie aktuell und kraftvoll Marisols Kunst bis heute ist. Marisol war eine der radikalsten und visionärsten Künstlerinnen ihrer Generation. Ihre Arbeiten thematisieren mit scharfem Blick und Witz zentrale Fragen ihrer Zeit – und unserer Gegenwart: die Rolle der Frau, gesellschaftliche Ungleichheiten, Konsumkultur und den Umgang mit Macht und Berühmtheit. Obwohl sie über fünf Jahrzehnte hinweg ein innovatives Werk schuf, geriet Marisol weitgehend in Vergessenheit. Die Publikation stellt ihr Werk mit rund 100 Arbeiten aus allen Schaffensphasen vor und beleuchtet Marisols Bezug zu Europa.
€ 50,00 -
Márton Nemes: Metropolitan Baroque
Hungarian artist Márton Nemes (born 1986, lives in New York and Budapest) creates spaces for bodily perception at the intersection of abstract painting and sculpture, digital culture, techno, and urbanity. In his radical installations of powder-coated steel with embedded speakers and an LED screen, visitors encounter light and sound elements that expand into a pulsating environment. Nemes's immersive, multisensory spaces reflect the rapid acceleration, fragmentation, and technology's superimposition of our present, while simultaneously allowing for the experience of self-determined fluidity and contemplation. This volume documents Nemes's comprehensive exhibition Metropolitan Baroque at the Museum gegenstandsfreier Kunst (Museum of Non-Objective Art) featuring works from 2019 to 2025.
€ 38,00 -
Creating Space – The Constructivist Marlow Moss
Kathleen Reinhardt has been director of the Georg Kolbe Museum in Berlin since 2022. Elisa Tamaschke has been curator at the Georg Kolbe Museum in Berlin since 2023 and heads the exhibitions, research and publications departments.
€ 48,50 -
Andrin Winteler
Für seine erste umfassende Monographie (begleitend zu seiner ersten Einzelausstellung im Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen, Schweiz) Floating Point hat Andrin Winteler neue Arbeiten entwickelt, die sich auf die Bewegung und Entfremdung von Objekten in Film, Installation und Fotografie konzentrieren. Mit technischen Werkzeugen und digitalen Prozessen erforscht er die Grenzen unserer Wahrnehmung. Er untersucht die Übergänge zwischen Traum und Realität, zwischen Wahrheit und Illusion. Rätselhaft - fast surreal - laden Andrin Wintelers Arbeiten zur Reflexion über die Bilderflut in unserem Alltag ein.Andrin Winteler studierte Kunst und Medien an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Er wuchs in Schaffhausen auf und lebt und arbeitet heute in Zürich.
€ 30,00 -
Markus Karstieß
Die dritte "Freundschaftsanfrage" des Von der Heydt-Museums richtet sich an den Bildhauer Markus Karstieß, der sich konsequent und innovativ dem archaischen Werkstoff Keramik widmet und ihm zeitgenössische Aktualität verleiht. Seine teils großformatigen Skulpturen sind zugleich glamourös und rätselhaft. Die schillernden Glasuren der Oberflächen wirken malerisch, die Formen sind eigenwillig und teilweise verstörend. Sie changieren zwischen Mensch und Fabelwesen, zwischen Figuration und Abstraktion.Die "Freundschaftsanfrage", eine Ausstellungsreihe, in der das Von der Heydt-Museum renommierte zeitgenössische Künstler*innen einlädt, sich mit den reichhaltigen Beständen des Hauses auseinanderzusetzen, nutzt Markus Karstieß zur Selbstbefragung. Seine Werke treten in unmittelbaren Austausch mit den berühmten Hauptwerken aus der Sammlung zur Kunst der Klassischen Moderne.Karstieß' Auswahl orientiert sich weniger an einer bestimmten Formensprache, an Epochen oder Kunstrichtungen. Vielmehr wählt er als Gegenüber für seine ungewöhnliche Inszenierung Werke, die ihn selbst berühren und in denen er Parallelen im künstlerischen Ansatz erkennt. Überraschend dabei ist, dass er so viele Anknüpfungspunkte in der Malerei, etwa bei Edvard Munch und Paula Modersohn-Becker, findet.
€ 39,00 -
Eulensicht
Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie mit Kunstwerken von NS-Künstlern im öffentlichen Raum umgegangen werden kann.Hauptgegenstand der Auseinandersetzung ist die Bronzeplastik "Pallas Athene" von Arno Breker, die 1957 am Eingang zum Schulgelände des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums in Wuppertal-Elberfeld aufgestellt wurde. Seit die "Pallas Athene" im Jahr 2003 aus Protest von ihrem Sockel gestoßen wurde, wird immer wieder über ihren Verbleib am Standort diskutiert. Im Dezember 2019 gipfelte die Auseinandersetzung in einer öffentlichen Podiumsdiskussion, in der es um die Frage ging: "Soll ein Breker vor einer Schule stehen?". Es wurde darüber diskutiert, ob man das Kunstwerk mit moderner Formensprache vom belasteten Künstler trennen kann, inwiefern die Pallas Athene an dem Standort noch für nationalsozialistisches Gedankengut steht und wie es um die künstlerische Qualität der Plastik steht. Die Skulptur abzureißen, wurde von der Mehrheit abgelehnt und ist aus denkmalschutzrechtlicher Sicht nicht erwünscht. Stattdessen wurde beschlossen, einen Wettbewerb für einen künstlerischen Kommentar aus zeitgenössischer Sicht auszuschreiben. Ziel des Wettbewerbs war es, für den Standort einen signifikanten künstlerischen Beitrag zu entwerfen, der zur kritischen Auseinandersetzung mit der "Pallas Athene" beiträgt und dem Ort im Zusammenwirken mit der baulichen Situation einen unverwechselbaren Ausdruck verleiht. In dem zweiphasigen Verfahren hat die berufene Fachjury das Konzept der bosnisch-österreichischen Künstlerin und Architektin Azra Akšamija ausgewählt.
€ 15,00 -
Vessel / Sculpture 4
German and International Ceramics since 1946The GRASSI Museum’s fourth Vessel / Sculpture volume again presents modern ceramics exploring the space between vessel and sculpture, capturing the creative interplay of function, form, and spacial presence.
€ 88,95 -
Zuhause
Das Zuhause als Ort, aber auch das Zuhause-Sein als Gefühl, nehmen in der Gegenwartskunst einen zentralen Stellenwert ein. In der Ausstellung und der begleitenden Publikation Zuhause sind über 30 Werke - Gemälde, Fotografien, Zeichnungen, Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen - von rund 20 zeitgenössischen Künstler*innen versammelt. Sie thematisieren den Traum vom eigenen Haus, den Verlust eines Zuhauses, den Wohnungsmarkt, die Verbindung von Wohnen und Eigentum, das Zuhause als Ort des Familiären, aber auch der Einsamkeit sowie das existenzielle menschliche Bedürfnis, einen Schlafplatz zu haben. Mal spielerisch-heiter, mal mit sozialkritischem Impetus und mitunter autobiografisch motiviert eröffnen die Werke vielschichtige Sichtweisen auf einen hochaktuellen Themenkomplex, der uns alle betrifft.Mit Werken von:Bani Abidi, Taysir Batniji, Guy Ben-Ner, Benjamin Appel, Sibylle Bergemann, Jakob Eckstein, Manaf Halbouni, Anna Jermolaewa, Joanna Piotrowska, Thomas Raschke, Thomas Rentmeister, Niclas Riepshoff, Luise Ritter, Lukas Schneeweiss, Anne Schönharting, Allan Wexler, Paula Wolber, Ina Wudtke, Karla Zipfel u. a.
€ 32,00 -
Rosa Barba. Impermanence in Fields
Rosa Barba. Impermanence in Fields offers a profound exploration of her conceptual practice, featuring contributions from distinguished writers. Edited by MAXXI (Rome), Gulbenkian (Lisbon), and proyectoamil (Lima), the book functions as both a critical companion to Barba's work and an artist's book in its own right. Bringing together diverse voices it reflects on themes central to her art-time, memory, language, cinema, and the materiality of film.Across a range of written formats, registers and approaches, the volume maps the intellectual terrain surrounding and stimulating Barba's performances, films and exhibitions, revealing the manifold narratives and speculative visions that drive her work. Rosa Barba. Impermanence in Fields stands as a substantial, critical, visionary and affirmative resource for scholars, artists, and readers interested in contemporary art, film, ecological transformation and storytelling. The booklet is published to accompany the English-language publication and contains the Portuguese translations of the texts. Rosa Barba (Agrigento, Italy), based in Berlin, explores themes of permanence, impermanence, reality, and fiction through films, sculptures, installations, publications, and performances.
€ 12,00 -
Rosa Barba. Impermanence in Fields
Rosa Barba. Impermanence in Fields offers a profound exploration of her conceptual practice, featuring contributions from distinguished writers. Edited by MAXXI (Rome), Gulbenkian (Lisbon), and proyectoamil (Lima), the book functions as both a critical companion to Barba's work and an artist's book in its own right. Bringing together diverse voices it reflects on themes central to her art-time, memory, language, cinema, and the materiality of film.Across a range of written formats, registers and approaches, the volume maps the intellectual terrain surrounding and stimulating Barba's performances, films and exhibitions, revealing the manifold narratives and speculative visions that drive her work. Rosa Barba. Impermanence in Fields stands as a substantial, critical, visionary and affirmative resource for scholars, artists, and readers interested in contemporary art, film, ecological transformation and storytelling. Rosa Barba (Agrigento, Italy), based in Berlin, explores themes of permanence, impermanence, reality, and fiction through films, sculptures, installations, publications, and performances.
€ 38,00 -
SUBJEKT . FRAU . OBJEKT
SUBJEKT.FRAU.OBJEKT wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die seit 1933 aufgebaute Kunstsammlung des Landes Kärnten/MMKK, die zu zwei Dritteln aus männlichen Positionen besteht: Künstlerinnen wurden erst seit den 1950er-Jahren dokumentiert, meist nur durch wenige Arbeiten, viele Positionen blieben gänzlich unberücksichtigt. Angesichts dieser Lücken in den Beständen zeigt die Ausstellung keine Chronologie der weiblichen Kärntner Kunst, sondern Geschichten des Frau-Seins, ihrer Befindlichkeit zwischen Objekt und Subjekt oder von Unterdrückung und Emanzipation.Dazu haben die Kuratorinnen Ute Liepold und Christine Wetzlinger-Grundnig interessante und hochwertige Arbeiten von 30 Künstlerinnen, 9 Künstlern und einem Künstler*innen-Duo ausgewählt und nach weiblich konnotierten künstlerischen Techniken sowie nach inhaltlichen Aspekten wie Identität/Rolle, Körper/Körperwahrnehmung, Unterdrückung/Ausbeutung, Selbstermächtigung/Emanzipation, Sexualität/Begehren, Subjektentwürfe/Empowerment versammelt. Sorgsam ausgewählte Zitate bedeutender Feministinnen vertiefen diesen philosophisch-kulturgeschichtliche Blick. Insgesamt rückt so der weibliche Körper als Träger der verschiedenen Rollen der Frauen, als Gravitationszentrum ihrer spezifischen Erfahrungen und ihrer Identität, aber auch als künstlerisches Motiv, Instrument und Exerzierfeld in den Mittelpunkt. Der Katalog SUBJEKT.FRAU.OBJEKT dokumentiert die siebte Ausstellung der Reihe "fokus sammlung", die vom 25. September 2025 bis zum 15. Feber 2026 im MMKK in Klagenfurt stattfindet, und ergänzt ausführliche Biografien und Textbeiträge, die Zugänge zum Werk der Künstler*innen vermitteln.Mit Arbeiten und Biografien von Bella Ban, Werner Berg, Herbert Boeckl, Catrin Bolt, Theres Cassini, Ines Doujak, Helga Druml, Felix Esterl, Sissi Farassat, Heinz Goll, Elisabeth Guttenberg-Sterneck, Ilse Haider, Sibylle von Halem, Karin Hazelwander, Caroline Heider, Lisa Huber, Gudrun Kampl, Birgit Knoechl, Kiki Kogelnik, Anton Kolig, Cornelius Kolig, Zenita Komad, Alina Kunitsyna, Maria Lassnig, Judith Lava, Maria Legat, Eduard Lesjak, Marlies Liekfeld-Rapetti, Ina Loitzl, Melitta Moschik, Payer Gabriel, Eva Petri¿, Maria Petschnig, Katarina Schmidl, Nina Rike Springer, Evelin Stermitz, Robert Streit, Karin Sulimma, Andrea Vilhena, Franz WiegeleMit Texten von Kerstin Braun, Magdalena Felice, Katharina Herzmansky, Anna Hoisl-Srienc, Christine Huber, Nora Leitgeb, Ute Liepold, Franz Thalmair, Mirjam Tschernuth, Heimo Strempfl, Christine Wetzlinger-Grundnig
€ 29,00